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FaschismusProjekt

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Schiller und der Faschismus.

 

Bearbeiter: Nixon Tan (Colgate U.) sowie Johannes Brunßen, Violette Connan, Julia Keil und Eva Schleker (Freiburg PH).

 

Nixons Schlussprokt: klicke hier

 

kurzer Überblick über "Die Räuber" im Nationalsozialismus von Julia Keil

(mehr folgt!)

 

 

Schiller und der Faschismus • Der 10. November 1934 war der Tag, an dem sich der Geburtstag Friedrich Schillers das 175. Mal jährte. Viel Prominenz aus Staat (Dritten Reich) und Partei (NSDAP) fand sich zu diesem Tag in Weimar ein, an ihrer Spitze der Führer und Reichkanzler (Hitler), der so „Friedrich von Schiller ehrte, in dem der deutsche Genius des 20. Jahrhunderts sich beugt vor dem Genius des 18. Jahrhunderts.“ • Reichs Propaganda Minister Goebbels stellt eine Beziehung zwischen der Gegenwart und Schiller her und nennt Schiller „hätte er im 20. Jahrhundert gelebt, ein Vorkämpfer der nationalsozialistischen Bewegung geworden.“ • Der Tag vor Schillers Geburtstagsjubiläum, der 9. November, galt als heiligster Tag in dem an Gedenktagen reichen nationalsozialistischen Jahreslauf. An diesem Tag wurde alljährlich an die getöteten Teilnehmer am Hitler-Putsch von 1923, erinnert. • Das Zentralorgan der NSDAP, räumte 1934 Schiller viel Platz in seinen Spalten ein. Die Propaganda-Anweisung zeigt ebenso wie die Schiller-Feiern vom Jahr 1934, wie hoch die nationalsozialistische Führung die Effektivität einer mit dem Namen Schillers durchgeführten Propagandaaktion einschätzte. • Schiller wurde irrtümlich als NS-Prophet vereinnahmt. Der Dichter wurde in NS-Kreisen zwar noch rhetorisch als heroisch und nordisch gerühmt, aber bei Don CarlosAufführungen durften die Zeilen „Geben Sie Gedankenfreiheit! ...“ nicht mehr rezitiert werden. • Die große Verehrung, die Schiller und seine Werke genossen, hinderte Adolf Hitler jedoch nicht daran, 1941 ein Schauspiel des Dichters durch einen persönlichen Befehl verbieten zu lassen. Hitler ordnete 1941 an, keine William Tell-Aufführungen mehr zu genehmigen. Danach folgte eine Direktive über die Streichung des Freiheitsdramas von den schulischen Lehrplänen. Nicht ohne Grund nahm im Verlauf seiner Herrschaft Hitlers Furcht vor – so drückte er sich aus – Heckenschützen wie Wilhelm Tell zu. • Aus Goebbels’ Tagebuch wissen wir, dass er mit Hitler im Juni 1944 auf dem Berghof (Hitlers Amt) über Goethe und Schiller parlierte und dass der promovierte Germanist es offenbar nicht ganz leicht hatte, den Revolutionär Schiller gegen den Fürstenknecht Goethe auszuspielen. Quelle 1. Sigrid Damm: Das Leben des Friedrich Schiller. Eine Wanderung. Insel-Verlag, Leipzig 2004. 2. Norbert Oellers: Schiller-Zeitgenosse aller Epochen. Dokumente zur Wirkungsgeschichte Schillers in Deutschland. Teil II: 1860-1966. München 1976. 3. Rüdiger Safranski: Friedrich Schiller oder die Erfindung des Deutschen Idealismus. Biographie. Hanser-Verlag, München 2004 4. Dr. Georg Ruppelt: Schiller im nationalsozialistischen Deutschland. Der Versuch einer Gleichschaltung. J. B. Metzler Verlag., Stuttgart 1979. 5. Dieter Kühn: Schillers Schreibtisch in Buchenwald. Fischer Verlag, Frankfurt am Main 2005.

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