Hans im Schlafzimmer nachdem sein Vater im erzählt hat, dass er weg gehen
soll um zu studieren, vor dem Einschlafen:
Ich weiß nicht was ich machen will soll. Auf der einen Seite will ich hier
bleiben. Ich mag es so sehr mit meiner Amalia zusammen zu sein und will sie
nie verlassen. Auf der anderen Seite möchte ich ein bisschen Lebenserfahrung
haben bevor ich die Arbeit meines Vaters übernehmen muss. Obwohl er alt ist,
hat er noch genug Kraft sein Königreich zu regieren, wenigstens bis ich von
der Universität zurückkomme.
Ich habe als kleines Kind so viele Geschichten darüber gehört, wie es ist
ein Student in Leipzig zu sein. Es gibt so viele tolle Dinge zu tun. Ich
könnte in einer schlagenden Verbindung wohnen, viel Bier trinken, Frauen
anbaggern, und fechten. Oder ich könnte meine Tage in einem Café verbringen,
dort sitzen und lesen, rauchen und nachdenken.
Hans schläft ein und träumt von seiner Zukunft und von Amalia. Am nächsten
Morgen steht er auf und läuft die Treppe hinunter. Der alte Moor wartet auf
ihn im Esszimmer und befiehlt ihm, in den folgenden Wochen weg zu gehen.
Hans wusste noch nicht, ob er nach Leipzig reisen wollte und dachte, dass es
seine Entscheidung wäre.
Warum will er immer mein Leben steuern? Ich bin schon alt genug um mein
eigenes Leben zu führen. Was würde er tun, wenn ich nicht dahin ginge? Er
ist schon alt und schwach, und hat überhaupt niemand anderen um seine Arbeit
zu machen und die Ehre unseres Namens aufrecht zu erhalten. Ich bin auch
klüger als er. Er hält zu viel von Religion und den Gesetzen unserer
Gesellschaft und weiß nicht genau wie sich die Welt wirklich dreht. Wenn ich
seine Macht hätte würde ich es nicht schwinden. Unter mir wäre unser
Königreich machtvoller und reicher. Wer bin ich, dass ich einfach allen
seinen Bitten nachkomme, wenn ich die Befehle eines schwachen, sterbenden
Mannes erfülle? Bin ich nicht genau so schwach wie er? Und warum lässt er
mich nicht für mich selbst entscheiden? Er weiß, dass er nicht mehr viel
Zeit hier in dieser Welt hat und ich sein einziger Thronerbe bin. Warum
vertraut er mir dann so wenig, dass er mich nicht für mich selbst
entscheiden lassen will? Es macht absolut keinen Sinn! Wie soll ich über ein
ganzes Königreich herrschen, wenn ich mein Leben noch nicht einmal selbst
ordnen kann? Ich will nicht mehr nach Leipzig, aber hier bleiben will ich
auch nicht. Ich muss weg! Ich muss von meinem verdammten Vater weg!
Hans packt alle seine Sachen ein, entführt Amalia, und die zwei begeben sich
auf den Weg nach Basel. Obwohl Amalia nicht mitgehen wollte, bleibt sie die
ganze Reise lang still, weil es ihr aufgezwungen wurde mitzukommen. Nachdem
sie angekommen sind, findet Hans ein Hotel und fängt in den nächsten Tagen
an, eine Wohnung zu suchen.
Bei der Wohnungssuche zeigten sich einige Schwierigkeiten. Als erstes,
wollte Hans weiter nach Leipzig reisen, weil er da einen Studienplatz
bekommen hat, im Basel kann er gar nicht studieren, da er sich nicht
angemeldet hat. Eine Wohnung im Basel zu finden, nur für ein paar Tage, war
unmöglich, also erklärt er Amalia, dass er sie jetzt zwingen wird weiter mit
nach Leipzig zu fahren.
Amalia, schien ihm, erinnert immer wieder, wie unmenschlich er handelt. Er
nimmt sie einfach mit ohne sie zu fragen was sie eigentlich möchte. – ist
vielleicht nicht das Beste, er liebt sie so sehr, wie kann er so was tun?
Nun doch gerade, weil er sie so liebt kann er nicht anders er muss sie
mitnehmen, sie muss mit! Amalia beschloss offensichtlich nicht zu
unternehmen und ihn allein für alles sorgen zu lassen. Sie hatte für sich in
einem rosafarbenen Bücherladen einige Bücher besorgt, damit ihr die Reise
nicht zu lang vorkommt. Sie war sauer auf Hans und wollte kein Wort mit ihm
sprechen. Im Zug nach Leipzig lass sie die ganze Zeit und forderte alles von
Hans, von dem großen Hans, der jetzt endlich ihr „Gott“ war. So musste er
ihr die ganze Verpflegen, das Kofferschleppen und die alles was auf der
Reise zu tun war erledigen. Hans wusste, jetzt gehört sie ihm und er kann
sie, wenn sie sich weiter so benimmt, an den Haaren nach Leipzig ziehen und
mehrere Jahre mit ihr dort verbringen, bis sie anders wird und ganz so wie
er will.
Im Zug nach Leipzig, saßen Hans und Amalia (genau genommen, Amalia nahm kaum
wahr was um sie ging, da sie in ihrem Buch las) einer Gruppe mit
auffallenden Menschen gegenüber. Hans in seiner Not, er wusste nicht was ihn
in Leipzig erwartet, sprach die Menschen an. Er fragte sie als erstes, ob
sie vielleicht auch nach Leipzig fahren. Sie sagten ja, und fragten warum er
das wissen will. So begann eine spannende Unterhaltung. Leipzig war, wie sie
sagten, eine Stadt mit falschen Gesetzen, die man ändern müsste. Hans, der
Jurastudent, fing an Gesetze zu vergleichen und wollte von denen wissen, wie
die Gesetze nun In Leipzig seinen, was genau ihrer Meinung nach falsch war.
Seine Gesprächspartner packten inzwischen etwas Alkohol aus und baten ihm an
etwas lockerer zu werden und nicht zu stressen, nebenbei bekam er auch eine
Bierflasche in die Hand gedruckt. Bald merkte Hans, dass diese Menschen auf
der Suche nach einer anderen Zukunft waren, was Hans ganz merkwürdig
erschien, aber er gab zu, dass er auch nach etwas anderem sucht, nur wusste
er noch nicht wie er es benennen soll. Jetzt nervte ihn seine Amalia schon
wieder, die so lautlos daneben saß keinen Finger rührte. Hans dachte, dass
ihm diese Menschen auf seinem Weg nach Leipzig helfen könnten und versuchte
besonders nett zu sein. Plötzlich dachte er an den alten Moor, er machte
auch Gesetze mit denen Hans unglücklich. Jetzt spürt er seine
Unzufriedenheit noch mehr. Zur Ablenkung würde er in der Gruppe nach ihren
Namen fragen...
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